Richtig lecker schmutzig! Dreckig und süß, so wird das klassische T-Rex Mudhoney Pedal umschrieben, mit einer enormen tonalen Bandbreite und der Möglichkeit, die sprichwörtliche "Gitarrenwand" damit hinzubekommen. Es ist eins der ersten T-Rex Pedale und war der Maßstab für alles, was danach kam. Im T-Rex Mudhoney II Dual Distortion ist wirklich doppelt so viel drin!
Die Boost Funktion kickt den Ton in die nächste Dimension und mit der separaten Klangregelung pro Kanal ist die volle Kontrolle über die Voicings und den ganz persönlichen Sound kontrollierbar.
… toller Doppelzerrer mit breitem Anwendungsbereich.
Im "normal" Mode würde ich das Pedal eher als heißen Overdrive charakterisieren, sehr schön dynamisch und mit Anschlag und / oder Guitar Volume steuerbar. Im "boost" mode gibt es nochmal eine ganze Schippe mehr Gain drauf, ab ca. 12 Uhr mit sehr viel Sustain und etwas fuzzig - finde ich sehr geil.
Leider rauscht der boost-Kanal hörbar, ist akzeptabel aber nicht so toll daher Punktabzug im Sound)
Der Tone Regler ist ausreichend, große Soundverbiegungen gehen aber damit nicht - mein MXR Badass Distortion kann da mehr - zum Anpassen an verschiedene Gitarren und Grundsoundtypen OK - außerdem gibt es noch den Verstärker.
Sehr cool aber die direkte Umschaltung zwischen den beiden Zerrern. Am besten gefällt mir, dass während des Spiels der Kanalwechsel ohne Abriss der Zerre läuft und der Sound nicht "springt" sehr cool und wirklich praxisrelevant, wenn man von Rhythmus auf Solo wechselt.
Insgesamt ein tolles Teil für Rock und Blues, Hi-Gainiacs sollten aber besser nach rauschärmeren Tretern Ausschau halten.
Mein Einsatzgebiet ist meine Hobbyband mit Auftritten im örtlichen Bierzelt 3-4x pro Jahr (eher innerhalb eines Sommers) und wir spielen die Klassiker von den Stones, Cream, Albert King usw. Also Blues und Rock, kein Metal.
Dafür eignet sich das Mudhoney II hervorragend, im Proberaum kann ich zwischen 2 Rhythmussounds umschalten (und meinen wenigen Leads) und es stehen mit 2 Kanäle zur Verfügung.
Die Optionen sind umfangreich, ich nutze nicht alle, aber ich habe für mich sahnig, creamige Sounds gefunden. Kein Satisfaction (Fuzz), aber gut, um Keith und Clapton und Albert King (Born under a bad sign) zu spielen.
Die Verarbeitung ist klasse und mein erster Eindruck war "huch, wie klein" - auf den Fotos wirkt das Gerät doch größer, man denkt, bei 2 Zerren im Gehäuse müsste es auch entsprechend groß sein. Aber angenehm klein.
Der Preis - 99€ - ist ein Schnäpper. Ob ich die früheren 200,- bezahlt hätte weiß ich nicht, aber für knapp 100 ist das ein sehr guter Kauf.